Frühere Ausgaben
30 Ausgaben
Abbau ohne Kündigung.
VW darf bis Ende 2030 niemandem betriebsbedingt kündigen, Mercedes bis Ende 2034, BMW verzichtet freiwillig darauf. Abgebaut wird trotzdem, diese Woche bei allen dreien zugleich. Jeder hat dafür ein anderes Werkzeug gefunden.

Das Geschäftsmodell lügt nicht.
Meta hat einen Agenten gebaut, der dein Postfach liest und im Test Menschen im Callcenter telefonieren lässt. Oura geht mit einem Ring an die Börse, den die Kundschaft 23 Stunden am Tag trägt. Und die CEOs von OpenAI und Anthropic bitten die Vereinten Nationen um Hilfe, einen Tag bevor einer von ihnen mit Xi Jinping zu Abend isst. Drei Auftritte, eine Frage: Wer zahlt?

Die Maschine hat nichts entschieden.
Eine Zelle im Nordjemen hat sich von Claude die Steuerungssoftware für Raketen schreiben lassen. Ein US-Analyst hat einen Bericht verteilt, den ein Chatbot halluziniert hatte, und fast ein chinesisches Schiff entern lassen. Und Trump gründet eine AI Force. Drei Geschichten aus zehn Tagen, in denen keine einzige KI etwas entschieden hat.

Wer vorne liegt, erfindet das Tempolimit.
Am Samstag hat Dario Amodei die eigene Branche aufgefordert, langsamer zu werden. Einen Tag vorher war der 25. Jahrestag des 11. September, und in Washington läuft ein Überwachungsprogramm weiter, dessen Gesetz im Juni gestorben ist. In Freiburg baut derweil eine Firma an der Weltspitze mit und ist trotzdem in Delaware eingetragen. Drei Geschichten darüber, wer die Regeln schreibt, nach denen am Ende geprüft wird.

Wir bauen die Rakete und verlieren die Liste.
Am Samstag hat eine acht Jahre alte Firma aus München Europa den eigenen Zugang zum Orbit verschafft. Einen Tag vorher lagen die Listen der Objekte, die im Verteidigungsfall geschützt werden müssen, als Download im Netz. Und heute wählt Sachsen-Anhalt. Drei Geschichten über Souveränität: eine gewonnen, eine verloren, eine zur Abstimmung.

Wem der Durchgang gehört.
Vier Meldungen aus einer Woche, vier Kontinente, ein Muster. Nvidia kauft für 12,9 Milliarden die Bibliothek, in der die KI-Welt ihre Modelle ablegt. Korea verschenkt KI an alle Bürger und schreibt vor, wessen Modelle laufen. China baut elfmal so viele Roboter ein wie Deutschland. Und Amerika hat seine Ölreserve auf den tiefsten Stand seit 1982 gefahren und kauft sich jetzt in Venezuela ein. Niemand kauft hier ein Produkt. Alle kaufen den Durchgang.

Die Zahl, die keiner zeigt.
Am Freitag hat der VW-Chef die Lage seines Konzerns mehr als kritisch genannt, vier Tage vor neun Betriebsversammlungen. Heute erklärt der Kanzler Wachstum zum wichtigsten Thema, wie schon im Januar. Und in Peking schlagen Roboter Saltos, während die Fabriken ganz woanders ausgerüstet werden. Drei Geschichten, eine Mechanik: Vorne steht die Zahl, über die geredet wird. Der Schaden steht eine Zeile tiefer.

Rekord auf dem Papier.
Am Freitag hat der DAX ein Allzeithoch markiert, und am selben Tag stand in einer Bilanzanalyse, was die Konzerne dahinter im zweiten Quartal gemacht haben: den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte, mit 41.000 Menschen weniger. Dazu eine Generation, für die unten keiner mehr eine Tür aufmacht, und ein Sondervermögen, von dem im ersten Jahr ein Drittel gar nicht erst abgeflossen ist.

Luxus ohne Mehrwert.
Heute aus Ligurien, von einem Strand, an dem die Hotels voll sind und die Liegen leer. Dieselbe Rechnung läuft gerade an drei Orten: im Luxussegment, das 60 Millionen Kunden verloren hat, in einem Gerichtssaal in Santa Fe und in einem amerikanischen Waffenlager, das deutlich leerer ist als gedacht.

Zeig mir den Umsatz.
Letzte Woche endete dieser Newsletter mit einer Vorhersage. Diese Woche haben Meta, Microsoft, Amazon und Apple geliefert, und die Börse schaut plötzlich woanders hin: auf den freien Cashflow. Dazu ein Abfindungsprogramm bei BMW, das die Falschen erwischt, und eine Beratungsbranche, die allen die Transformation verkauft und die eigene nicht angefangen hat.

Alles auf KI. Wo bleibt die Substanz?
Heute kein Tagesgeschäft, sondern ein Deep Dive zu der einen Sache, die über jeder Schlagzeile schwebt. Drei Zahlen zeigen, wie weit Hype und Substanz bei der KI gerade auseinanderliegen: Das Internet besteht messbar zur Mehrheit aus Maschinen. Über 40 Prozent aller KI-Agenten-Projekte sterben, bevor sie liefern. Und selbst Google schreibt für seine KI-Wette erstmals rote Zahlen im Cashflow.

Wem gehört der Wert?
Heute drei Geschichten mit derselben Frage darunter: Wem gehört eigentlich, was viele gemeinsam geschaffen haben? Ein KI-Musikdienst, der das halbe Weltarchiv abgesaugt hat und es vor Gericht verstecken wollte. Eine deutsche Autoindustrie, die das Auto erfunden hat und jetzt in keiner Top-20-Liste mehr auftaucht. Und ein chinesisches KI-Modell, das die teuersten Anbieter der Welt einfach unterbietet, indem es sich selbst verschenkt.

Worauf noch Verlass ist.
Diese Ausgabe kommt einen Tag zu spät, und ausnahmsweise passt das sogar zum Thema. Drei Geschichten darüber, worauf man sich noch verlassen kann. Ein Land, das seine eigene Förderung über Nacht kippt. Ein Konzern, der das teuerste Startup der Welt ist und trotzdem wackelt. Und eine Regierung, die dir gerade das Werkzeug wegnimmt, mit dem man ihr auf die Finger schaut.

Oben der Fehler, unten die Rechnung.
Drei Geschichten nach demselben Muster. Oben wird ein Fehler gemacht oder eine bequeme Geschichte erzählt, und unten kommt die Rechnung an. Die Regierung bestraft die ehrlichen Kranken statt die Blaumacher. Der VW-Vorstand ruft die Krise aus, damit am Ende die Belegschaft zahlt. Und die KI-Industrie hat so überzogen, dass am Schluss ein Kandidat für die Rechnung bereitsteht, den keiner gefragt hat: du.

Was laut ist. Und was wahr ist.
Drei Geschichten über den Abstand zwischen dem, was laut erzählt wird, und dem, was wirklich passiert. Erst die Hitze vor deiner Tür und eine Partei, die dir sagt, das sei alles ganz normal. Dann das Geld, das für die Kommunen angeblich nie da ist, bis der Bund in sechs Wochen sieben Milliarden für einen Panzerbauer lockermacht. Und zum Schluss die Frage, wo in der KI eigentlich der Wert liegt. Nämlich genau da, wo gerade keiner hinschaut.

Wir leben von der Substanz.
Drei Geschichten und eine Frage, die sie zusammenhält: Wer baut Substanz, und wer verkauft nur Show. Erst die große, deutsche. Eine Wirtschaftsweise sagt, wir leben von der Substanz, und sie hat recht. Nur verschweigt die Debatte, wohin die Substanz verschwindet. Dann zwei aus dem Valley, dasselbe Muster in klein: ein CEO, der sich für unfehlbar hält und 2.200 Dollar für eine Brille aufruft, und ein Team ohne fremdes Geld, das gerade die Früherkennung neu erfindet.

Die Hürde und der Exit.
Kurz in eigener Sache: Es gibt jetzt den BoBcast. Dann zwei Geschichten dieser Woche, die zusammengehören. Die EZB hebt zum ersten Mal seit fast drei Jahren wieder an und bremst ausgerechnet die deutsche Industrie aus, während die Inflation aus dem Nahen Osten kommt. Und an der Börse liefert der größte Börsengang aller Zeiten das Lehrstück: erst 30 Prozent rauf, dann zurück, und am Ende zahlt einer den Ausgang. Du.

Angst ist die Konjunktur.
Anthropic warnt vor der eigenen KI, drei Tage nach dem Börsengang-Antrag. Iran greift den Flughafen Kuwait an, und Trump kriegt Hormuz nicht wieder auf. Und Deutschlands wertvollstes Startup baut jetzt Kriegsdrohnen, während die Autoindustrie zerlegt wird. Drei Geschichten, eine Konjunktur: die Angst.

Drei Wenden.
Aleph Alpha verkauft. Amodei und Altman widerrufen ihre Apokalypse. Anthropic und OpenAI heuern PE und McKinsey an. Drei Wenden in vier Wochen, eine Logik.

Drei Tarnungen.
1,75 Billionen Bewertung. 2 Millionen Geschenk. 5 Milliarden Digitalpakt. Drei Schlagzeilen. Drei Tarnungen für etwas, das niemand laut sagt.

Vier teure Lügen.
14 CEOs, zwei Tage Staatsbesuch, ein Nudel-Video. Kein einziger H200-Chip verkauft. China baut seine eigenen. Vier Lügen — alle hatten in Peking ein Gesicht.

Dreimal Nein. Drei Welten.
Microsoft fährt das erste freiwillige Buyout-Programm in 51 Jahren. Brüssel klagt Meta wegen Kinderschutz an. Saudi-Arabien sperrt Trumps eigene Hormuz-Operation aus. Drei Türsteher, ein Drehbuch.

Drei Sabotagen. Ein Muster.
Gen Z bremst die AI-Rollouts ihrer Arbeitgeber. Familienunternehmen bremsen die Diversität. Die Bundesregierung bremst die Krisenvorsorge. Drei Wege, die Realität nicht anzusehen.

Power Paradox.
Stanford-Professor Zaki erklärt, warum Macht Empathie killt und warum ChatGPT manipulativ ist wie ein Psychopath. GitHub deckelt, Meta entlässt 8.000. Eine UPenn-Studie beweist mathematisch, dass Automatisierung im Wettbewerb in kollektiven Selbstmord kippt.

Besser delegieren als machen.
OpenAI verbrennt 14 Milliarden pro Jahr, während Konzerne Leute durch AI ersetzen. Reiche will Rente 70 ohne dänische Hausaufgaben. Merz reicht die Entlastung an Arbeitgeber weiter. Und Hormuz ist wieder zu.

Reiche, Huang, Trump. Drei Rechnungen.
Das Wirtschaftsministerium schreibt 9.000 Beraterstunden aus, während McKinsey und Accenture Tausende entlassen. Nvidia-CEO Huang will, dass Engineers ein halbes Gehalt in Tokens verbrennen. Und Trumps Iran-Waffenstillstand hielt 96 Stunden.

30.000 raus. Hormuz dicht. LLM wird Ware.
Oracle schmeißt 30.000 Leute raus und steckt das Geld in Rechenzentren. Die Straße von Hormus ist seit 6 Wochen dicht. Und das LLM-Rennen wird zum Geräte-Krieg.

Big Tobacco 2.0
Meta muss zahlen, weil Instagram süchtig macht. Anthropic leakt sein mächtigstes KI-Modell aus Versehen. Und Lagarde sagt, die Märkte träumen. Dein Wochenrückblick.

Wir sind 700 — und das ist erst der Anfang
Danke an 700+ Subscriber, warum dieser Newsletter kostenlos bleibt, und die zwei Storys der Woche: ERGO feuert wegen KI, der ZEW-Index crasht.
Alle Ausgaben gibt's auch auf Substack.
